1. Rammschlag – Ersatzneubau Schöpfwerk Ostendorf
Am 19. Februar haben die Vertreter des Ostedeichverbandes, der ausführenden Baufirma Hahn und des Planungsbüros Contur den symbolischen 1. Rammschlag für den Ersatzneubau des Schöpfwerkes Ostendorf vollzogen.
Der Neubau ist notwendig, da das alte Schöpfwerk aus dem Jahre 1956 in der Trasse des neuen Deichabschnittes Ostendorf-Gräpel liegt und somit abgerissen werden muss.
Der Auftrag für den Schöpfwerksbau wurde im August 2025 an Fa. J.D. Hahn GmbH & Co. KG aus Hechthausen erteilt. Die Auftragssumme beträgt ca. 2,74 Mio. Euro. Die Vorplanung der Maßnahme wurde durch den NLWKN in Stade vorgenommen, die Ausschreibung und Bauleitung übernimmt Fa. Contur aus Bremervörde.
Das Ein- und Auslaufbauwerk des Schöpfwerkes wird in Stahlbetonbauweise errichtet und über Umfassungsspundwände tiefgegründet. Das Sielrohr unterhalb des Deiches besteht aus einem auf Pfählen tiefgegründeten Stahlrohr. Es sind drei separate Einlaufkammern vorgesehen, damit im Stör-/ und Revisionsfall noch die anteilige Förderleistung zur Verfügung steht. Das Schöpfwerk soll über drei baugleiche Rohrschachtpumpen betrieben werden. Es werden abwassergeeignete Tauchmotorpumpen in Nassaufstellung zum Einsatz kommen. Dieser Pumpentyp ist für große Fördermengen bei geringer Förderhöhe ausgelegt. Die schwankenden Zuflüsse können durch die Pumpensteuerung mittels Frequenzumrichter geregelt werden. Die Entfernung des Rechengutes erfolgt durch eine automatische Rechenreinigungsanlage.
Werner Schröder, Oberdeichgräfe des Ostedeichverbandes erklärt: „Der Neubau ist der erste Meilenstein im Zuge des Gesamtprojektes Deichbau Ostendorf-Gräpel.“
Der Schutzdeich am Westufer der Oste weist keine ausreichende Höhe und damit keine ausreichende Hochwassersicherheit auf. Durch die Deicherhöhungs- und Verstärkungsmaßnahme wird im Wesentlichen beabsichtigt, den Deich in diesem Abschnitt auf einer Länge von ca. 2,8 km zu ertüchtigen und die Hochwassersicherheit zu gewährleisten.
Vorgesehen ist, den Deich mit einer Bestickhöhe von bis zu + 3,90 m NHN (derzeit +3,15m NHN), Böschungsneigungen von 1:3 oder flacher, einer Deichkronenbreite von 3,00 m und einem Abstand des wasserseitigen Deichfußpunktes von 25 m (soweit möglich) zum Osteufer herzustellen. Auf der binnenseitig zu erstellenden Deichberme soll ein befestigter Deichverteidigungsweg angelegt werden. Zwei Deichscharte werden im Zuge der Deichbaumaßnahme zurückgebaut und durch Deichüberfahrten ersetzt. Eine weitere Deichüberfahrt wird als Ersatz einer Überfahrt im Bereich des Schöpfwerkes Ostendorf hergestellt.

Oberdeichgräfe Werner Schröder und Bauleiter Dennis Sievern drücken den symbolischen Startknopf für den 1. Rammschlag